Archive for Juni, 2008

The New Journalism

Dienstag, Juni 17th, 2008

Der New Journalism ist so etwas wie die Kulturrevolution des Schreibens. Subjektivität statt Objektivität, Nähe statt Distanz. Rrrumms statt Analyse. Die neue Reportage hat dann nur noch wenig von der vermeintlichen Sachlichkeit des traditionellen Journalismus.

Diese neue Art des Schreibens wird von der Beat Generation, vor allem von Jack Kerouac, beeinflußt. Der Kerl konnte Sätze schreiben (more…)

Hotel Hemingway

Montag, Juni 16th, 2008

hemcaorleblog.jpg

gefunden in Caorle/Italien, im September 2005

Ernest Hemingway hat Spuren hinterlassen. Literarische Spuren sicherlich, er hat aber auch Spuren hinterlassen in den zahlreichen Städten und Orten, die er besucht hat. Museen sind für ihn eingerichtet worden, Stiftungen wurden gegründet, Zeitschriften mit seinem Namen werden verlegt, Kofferkollektionen und Füllfederhalter wurden nach ihm benannt, ein Hemingway-look-alike-Contest ist jedes Jahr in Florida ein Schenkelklopfer, Strassen tragen seinen Namen. Auch Schulen, Hotels, Angelwettbewerbe, Yachthäfen heißen so wie er, Bars und Kneipen sowieso.

Und Ernest Hemingway hielt sich mit Vorliebe dort auf, wo es etwas zu erleben gab (more…)

VWL und BWL werden amerikanischer

Sonntag, Juni 15th, 2008

Bologna löst die sichtbarste Veränderung aus: Die europäischen Uniabschlüsse werden an die angelsäschichen angepasst. Fortan müssen sich deutsche Studenten an Bachelor und Master statt an Diplom oder Magister gewöhnen.

Doch nicht nur formal, sondern auch inhaltlich verändern sich hierzulande die Wirtschaftswissenschaften. Mehr und mehr werden (more…)

Management by Objectives

Donnerstag, Juni 12th, 2008

Wenn mir eine Managementtheorie wichtig ist, dann diese: Management by Objectives. Ich habe es immer beherzigt, bei jeder Arbeitsstelle, bei jedem Projekt, in jeder Teamleistung und zu jeder Zeit. Peter F. Drucker hat dieses Führungsverhalten beschrieben und den Begriff dazu erfunden.

Das Führungscredo des Management by Objectives machte den gebürtigen Wiener Peter Drucker unsterblich. Das war damals, wir sprechen von 1954, revolutionär und ist es vielleicht auch heute noch. (more…)

Post von Google

Mittwoch, Juni 11th, 2008

googleblog2.jpgEin Brief aus Mountain View, California USA. Google schickt den ersten Scheck als Bezahlung für die Werbung auf meinem Blog. (Bitte, bitte, werter Leser, klicken Sie bei Interesse auf die Google-Anzeigen auf stockpunkt.com, ich bin jung und brauche das Geld!). Immerhin, eine Handvoll Dollars aus Übersee. Reicht für ein schönes Mittagessen zu zweit.

Google. Manche behaupten, das Internet sei heute eigentlich Google. (more…)

Arriba Sylt

Dienstag, Juni 10th, 2008

arriba.jpg

So manch bemerkenswertes Ladengeschäft findet sich auf der Nordseeinsel Sylt. Ein Kleinod ist die Sylter Schokoladenmanufaktiur auf der Strandstrasse in Westerland. Hochwertige Schokolade in über 150 Variationen werden hier angeboten. Als kleine Auswahl: Amarettotrüffel Vollmilch, Bacardi Cola oder Zartbitter mit braunem Tequila.

Industrieproduktion bleibt verpönt, alles wird handgefertigt. Heraus kommen kleine Köstlichkeiten. (more…)

Gay Talese

Montag, Juni 9th, 2008

esquiresinatra.jpgEine der besten Reportagen aller Zeiten hat der New Yorker Journalist Gay Talese geschrieben: Frank Sinatra Has a Cold. Im April 1966 erschien sie im Esquire. Beim 70-jährigen Bestehen der Monatszeitschrift 2003 wurde sie als die beste Esquire-Geschichte aller Zeiten ausgezeichnet.

Frank Sinatra, ein Glas Bourbon in der einen und eine Zigarette in der anderen Hand, stand in einer dunklen Ecke der Bar, an seiner Seite zwei scharfe, aber langsam verblühende Blondinen, die darauf warteten, dass er etwas sagte. Er sagte aber nichts…

So beginnt Taleses Reportage Frank Sinatra Has a Cold. Dabei fing die ganze Sache nicht gerade gut an: Der Sänger lehnte ein Interview ab und mochte auch sonst von dem Schreiberfuzzi nichts wissen. Doch statt aufzugeben (more…)

Schläfer

Samstag, Juni 7th, 2008

Chi dorme (more…)

Fotokiste: Lee Iacocca

Freitag, Juni 6th, 2008

Lee Iacocca Chrysler Manager

Gravenbruch, den 14. September 1989

Gerade hat mich der breitschultrige Bodyguard prüfenden Blickes gemustert, beiläufig genickt, seine ausgebeulte Achselpartie stramm gezogen und mich kurz durchgewinkt. Etwas unsicher biege ich um die Ecke und gehe auf ihn zu. Der berühmteste Manager der Welt lächelt mich an.

Der US-Amerikaner Lee Iacocca ist nicht zuletzt deshalb einer der bekanntesten Manager, weil er als erster (more…)

2stupid 4me

Donnerstag, Juni 5th, 2008

2niceblog.jpggefunden in Wiesbaden, im Mai 2008

Ladenschilder sollten tunlichst so sein, dass man sie schnell verstehen kann. Der Laufkunde sollte rasch kapieren, was im Geschäft eigentlich angeboten wird. Wir befinden uns ja nicht auf Schnitzeljagd beim Kindergeburtstag.

Natürlich kann man sein Display oder seine Geschäftsmarke auch als Bilderrätsel aufbauen. 2nice - but not 2nice 4you. (more…)