Archive for Juli, 2008

Chet Baker, der Trompeter des verlorenen Tones

Mittwoch, Juli 16th, 2008

chet.jpgDer amerikanische Trompeter Chet Baker war so etwa wie der James Dean des Jazz. Gut aussehend, rebellisch, einsam, immer suchend, ein Steppenwolf. Dieser merkwürdige Bursche Chet galt nicht nur als die Personifizierung des Cool Jazz, sondern war zugleich der Bläser einer zerbrechlichen und waidwunden Melodik.

Wie kein anderer besaß der weiße Trompeter Chet Baker diese Fragilität des Spieles. Jeder Ton, den er spielte, klang als sei es sein letzter.

Und jeder Ton hätte ja auch leicht sein letzter sein können. Nun ist Chet eine Legende (more…)

Peter Drucker 1989: Zum Achtzigsten

Dienstag, Juli 15th, 2008

Welch Überraschung im Internet! Eigentlich ist Online eine riesige Wundertüte, wo man viel Elend, aber auch manche Trouvaille zu finden vermag. Per Zufall sehe ich nun, dass die Claremont Universität den Nachlaß von Peter F. Drucker digitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. In dieser Digital Library des Claremont College finden sich Briefe, Manuskripte und Aufzeichnungen des berühmten Management-Vordenkers, der an Claremont gelehrt hat. Es lohnt sich, durch die Briefe zu stöbern.

Und was entdecke ich da? (more…)

Blogging

Montag, Juli 14th, 2008

Blogs are written by people (more…)

Kaffee aus Togo?

Freitag, Juli 11th, 2008

togoblog.jpggefunden in Westerland/Sylt, im Mai 2008

Kaffee aus Togo? Oder vielleicht doch aus Brasilien? Wir wollen nicht kleinlich sein, von mir aus also: Coffeetogo. Klingt überaus apart.

Doch selbst wenn das Kaffeehaus auf Sylt die beiden Leerstellen beachtet hätte, so bleibt diese Werbung von Allegretto ein ziemlicher Kokolores.

Denn falls dieses Werbedisplay einen Coffee to go anbieten sollte, so wissen wir noch aus der Physik, dass ein Kaffee nicht gehen kann. Denn eine heiße, schwarze Brühe hat bekanntlich keine Beine und vermag sich folglich (more…)

Deutschland - eine Nation mit falschen Werten

Donnerstag, Juli 10th, 2008

Deutschland, diese verängstigte und verzagte Nation, fällt im mentalen Wettbewerb immer weiter zurück. Dieses Land, das sich für alles und nichts eine Absicherung leistet und sich ungern hinterm warmen Ofen hervor traut, ist im Pioniergeist von anderen längst abgehängt worden.

Der Scheck vom Amt, das süße Gift des Wohlfahrtsstaates, hat viele träge und bequem gemacht (more…)

Tom Wolfe

Mittwoch, Juli 9th, 2008

noyce.jpgTom Wolfe, ein schlanker und dandyhafter Autor, ist der bekannteste Protagonist jener neuen Schreibart, die man New Journalism nennt. Die Fakten werden in eine packende fiktionale Erzählung eingebaut. Fortan gilt es Szenen zu beschreiben, nicht mehr so sehr Handlungen.

Ich hatte das Vergnügen 1990 ein Buch von Tom Wolfe zu verlegen: Die neue Welt des Robert Noyce - Eine Pioniergeschichte aus dem Silicon Valley. Ursprunglich war dies 1983 ein langer Aufsatz in Esquire unter dem Titel The Tinkerings of Robert Noyce, und ich hatte die Idee, daraus ein kleines Buch zu machen. Der bestens verdrahtete Literaturagent Michael Meller besorgte (more…)

Fremde Wörter

Dienstag, Juli 8th, 2008

Was Sprachpuristen häufig vergessen: Die deutsche Sprache ist keine reine Sprache und hat Zeit ihres Bestehens Anleihen in fremden Sprachen getätigt. Nur merkt man es heute den Wörtern nicht (more…)

Die Nische von Print

Montag, Juli 7th, 2008

Zeitungen und Zeitschriften stehen unter Druck. Die Auflagen bröckeln, die Anzeigenerlöse nehmen ab. Ganze Themenblöcke - inhatlich wie werblich - sind zu den neuen digitalen Medien übergelaufen: aktuelle Nachrichten, Börsenkurse, Kleinanzeigen. Es gibt viele Felder, das muss man als Printmann neidlos anerkennen, bei denen das Internet einfach besser ist.

Wo bleibt aber dann die Zukunft für Print? Man solle (more…)

Fotokiste: La Finca Vigía

Sonntag, Juli 6th, 2008

Kuba Cuba Ernest Hemingway Finca Wohnort Farm Haus auf Cuba vigiablog.jpg

San Francisco de Paula/Cuba, im April 1983

Über einem dichten Hain erhebt sich auf einem Hügel ein milchweißes Landhaus. Von 1939 bis 1960 lebte Hemingway in der eingeschossigen Finca La Vigia, die im 19. Jahrhundert als spanische Zitadelle erbaut worden war. Hinter dem Wald aus Caña-Bäumen und durch eine üppige Vegetation aus Palmen, Avocadobäumen, grünen Farnsträuchern und Bougainvilleen befindet sich das flache Herrenhaus mit dem aufrechten Turmbau.

Im Wohnzimmer hängt das (more…)

How to become a millionaire…

Freitag, Juli 4th, 2008

No (more…)