Das Unwort des Populismus: Bonus
Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee fleht seine Untergebenen - den Bahnvorstand - an, auf den vereinbarten Bonus zu verzichten. Auch der Vorstand der Postbank hat ziemlichen Bonus-Ärger am Hals. Und Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann verzichtet gleich freiwillig.
In diesen Tagen geraten viele Führungskräfte von Seiten der Politik und der Öffentlichkeit unter Druck. Man möge doch bitte, Hinweis Finanzkrise, auf Bonus oder Tantieme verzichten.
Bei Lichte besehen entpuppt sich diese ganze Diskussion als ein populistisches Geschwafel, als ökonomisch-intellektuelle Inkontinenz. Denn Bonuszahlungen sind, wenn der Aufsichtsrat seiner Aufgabe gründlich nachkommt, im Management erfolgsabhängig angelegt.
Wenn der Erfolg ausbleibt, dann gibt es automatisch keinen Bonus. Das Schema lautet: Wer Erfolg hat, kriegt den Bonus. Wer einen Bonus kriegt, der hat Erfolg.
Deshalb habe ich kein Problem mit Managern, die Bonuszahlungen erhalten. Ich habe eher Probleme mit Führungskräften, die keinen Bonus bekommen.
November 3rd, 2008 at 08:13
Unsere Managerelite hat es schwer in diesen Tagen. Nicht einmal kleine Bonuszahlungen werden ihnen gegönnt. Das könnte verherrende Folgen für uns haben. Daher mache ich in meinem Blog den Vorschlag für ein Managementstabilisierungsgesetz. Vielleicht endet dann ja auch mal die Sprachlosigkeit unserer “Elite”