Obama. YES HE CAN!

placard_yeswecan_blue.jpgDas Duell Barack Obama gegen John McCain um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten wurde in den Morgenstunden entschieden. Ein verdienter Sieg. Denn der Bessere war eindeutig der jugendlich wirkende Senator aus Illinois.

Obama war der bessere Kandidat in politischer Hinsicht, im Auftreten, in seiner Vision, in seiner Leidenschaft, vor allem aber war er sprachlich der Bessere. Sein Wahlkampf-Slogan Yes we can war einfach genial.

Denn dieser Slogan ist einfach genial, weil er genial einfach ist. Dieses eingängige Wahlmotto, nur drei Wörter, sitzt wie semantische Hammerschläge: Yes, das ist die Bejahung, das Positive. Es ist der Gegenruf zum Defaitismus der Bush-Jahre, es ist das Hintersichlassen alles Negativen. Yes bedeutet die mentale Ausrichtung auf eine verheißungsvolle Zukunft.

We, das symbolisiert wiederum den Appell an den Gemeinsinn. Ein We schafft Einheit und Verbundenheit. Es setzt einen Kontrast zur schmerzlichen Teilung des Landes, die es zu überwinden gilt.

Und dieses can mündet in der Aktion, im Können. Die Summe aus Wollen und Dürfen. Das Postulat des Können spricht die zupackende Macher-Mentalität der US-Bürger an.

Tiefenpsychologisch überzeugt der Slogan auf ganzer Linie. Gemeint war eigentlich ein Yes I can, weil viele dem jungen, unerfahrenen Senator das Präsidentenamt des stärksten Landes der Erde nicht zutrauten. Er hob diese - subjektive oder objektive - Schwäche dann auf die Metaebene und zog die Mitmenschen in sein Boot.

Dieser Appell an das WIR-Gefühl, diese Mobilisierung der Hirne und Herzen, das hat Obama nach vorne gebracht. Ja, wir können das! Diese Aussage schuf Einheit, wir können es schaffen, jeder Einzelne und damit natürlich auch Barack Obama. Nun hat er es geschafft. Congratulations, Mr. President!

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