die gute Krise
Die Verlage stehen mächtig unter Druck. Die Auflagen von Zeitungen und Zeitschriften bröckeln, die Anzeigenerlöse fallen kräftig. Die Manager reagieren, wie man in solchen Situationen zu reagieren pflegt. Der Schalter wird umgelegt von Wachstum auf Ergebnissicherung. Nun werden Verlage mittels einer rigiden Kostendisziplin geführt.
Das ist sicherlich richtig. Denn es gilt, die Handlungsfähig eines Unternehmens zu sichern. Diese Wochen bleiben schwierig und die Krise zeigt sich verdammt unberechenbar.
Doch können Krisenzeiten zugleich auch Innovationszeiten sein. Anti-zyklisches Verhalten ist gefragt und wird - wenn das Produkt stimmt - auch belohnt. In der Krise besitzt der Innovator die Aufmerksamkeit. Beim Kunden und in der Werbung.
Krisenzeiten sind zugleich auch Kaufzeiten. Im konjunkturellen Abschwung ergibt sich die lohnende Gelegenheit, das eigene Portfolio durch Zukauf schwächelnder Wettbewerber abzurunden oder zu erweitern.
Insofern wohnt der Krise immer auch eine Chance inne. Der Verlag, der in der Krise wächst und stärker wird, das ist ein wirklich guter Verlag.