Die Banken stehen hinter uns!

Wer in der Vergangenheit seine Expansion auf Kredit finanziert hat, der schaut nun dumm drein. Wer Wachstum um jeden Preis und dann noch auf Pump wollte, der handelte fahrlässig.

Man ernähre sich lieber redlich auf seiner angestammten Scholle, als mit leerem Beutel die Welt erobern zu wollen. Die Banken langen nach Basel II und geplatzten Krediten kräftig zu. Seit Ausbruch der Weltwirtschaftskrise, die als Bankenkrise im Oktober 2008 begann, wird die Kreditvergabe sehr viel restriktiver gehandhabt.

Die Banken arbeiten schon seit langem an standardisierten Ratings ihrer Geschäftskunden. Und neben der Abfrage der üblichen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen können dann solch scheinbar harmlose Fragen gestellt werden wie „Was passiert mit Ihrem Unternehmen, wenn Sie mal länger krank sind?“ oder „Haben Sie Ihre Nachfolge geregelt?“. Ein solcher Fragenkatalog erlaubt auch die Beurteilung der qualitativen Führung eines Unternehmens, und wer hier Mängel aufweist oder falsch antwortet, der hat schon verloren.

Zunehmend - und das ist neu - greifen die Banken auch ins operative Geschäfte der Unternehmen ein oder geben Kennziffern vor, die dann vom Management zu erreichen sind. Wenn nicht, verteuern sich die Kredite der Unternehmen empfindlich.

Machen wir uns nichts vor. Die traditionellen Medien werden zu den Verlierern dieser Wirtschaftskrise gehören, denn sie produzieren keine greifbare Substanz und haben als unterkapitalisierte Branche in der Regel auch keine eigenen Vermögenswerte.

Wer in der Vergangenheit überdimensioniert hat, sitzt heute in der Falle. Lieber klein und fein - dieser Grundsatz ist leider zu oft vernachlässigt worden. Es gilt im Leben: Lieber König der Deppen als Depp der Könige.

3 Responses to “Die Banken stehen hinter uns!”

  1. Miriam Says:

    Hinter uns nicht :-(

  2. Consti Says:

    Das ist sicherlich grundssätzlich richtig. Man darf aber nicht vergessen, dass man mit eigenem Geld nur langsam wachsen kann und somit in vielen Industriezweigen keine Chancen mehr hat, zumal die Erträge ja in den meisten Industrien nicht exorbitant sind. Schaut man sich die Pharmaindustrie oder auch die Autoindustrie an, in denen Milliardenbeträge für ein einziges neues Produkt (oder wenns gut läuft eine Hand voll neuer Produkte) investiert werden müssen, so wird schnell klar, dass es ohne die Unterstützung der Banken nichts wird.

    Bloss übertreiben darf man es halt nicht … dann geht es wie immer schief, das haben die meisten von uns schon als Kind gelernt.

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