It’s Muschel-Time
Wer dieses Blog regelmäßig liest, der weiß, hier schreibt kein Gegner von Anglizismen.
Im Gegenteil, Wörter und Begriffe von außen können auch als Bereicherung des Deutschen aufgefasst werden.
Allerdings platzt meine Hutschnur bei sprachlichem Kuddelmuddel und internationalem Mischmasch.
Neulich, da war es wieder soweit, in einem Frankfurter Edelschuppen, dem Restaurant New Brick. Vornehm und trendy. Californian Restaurant. Feiner Laden, lausiges Sprachgefühl. Denn eingeladen wurde zur Muschel-Time.
Muschel-Time? Ladies and Gentlemen, today is Muschel-Time. Vielleicht fiel dem Texter gerade nicht ein, was Muschel auf Englisch heißt?
Enttäuschenderweise stand im nächsten Monat nicht eine Wild-Week an, sondern eine ganz simple Wild-Woche.
So wie es ein consecutio temporum gibt, sollte es vielleicht auch ein consecutio linguae geben. Es ist also Muschel-Zeit. Oder: It’s Mussel-Week.
Aber Muschel-Time? Das scheint mir Stupid-Sprache. Oder Ballaballa-Language.